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Kleine Köstlichkeiten aus Baden und Schwaben


„Markenzeichen“ unserer Buchreihe über die badische und schwäbische Küche ist, dass es sich nicht um reine Koch- bzw. Backbücher handelt, sondern um Koch-Lesebücher bzw. Back-Lesebücher. 
Mit anderen Worten: Wir erzählen humorvolle kleine Geschichten zu den Rezepten und über das Kochen, Backen und Essen allgemein. Dabei nehmen sich die Badner und die Schwaben gelegentlich auch gegenseitig aufs Korn. Natürlich dürfen auch Mundart-Elemente nicht fehlen.


Hildegard und Elsbeth: unser badisch-schwäbisches Hausfrauen-Duo

Hildegard & ElsbethHildegard und Elsbeth, unser badisch-schwäbisches Hausfrauen-Duo mit der spitzen Zunge und dem Herz auf dem rechten Fleck, ist unseren Lesern zum ersten Mal in unserem Buch „So backen wir in Baden und Schwaben“ begegnet, wo sie gemeinsam allerlei Backprobleme lösen. Und natürlich dürfen sie auch in unserem Buch "Kleine Köstlichkeiten aus Baden und Schwaben" nicht fehlen.

Und hier stellen wir Ihnen die beiden näher vor.

Schreiben Sie jetzt mit an einer spannenden Fortsetzungsgeschichte rund um unsere beiden Damen!
Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!
 Und hier geht's los!



Kleine Köstlichkeiten aus Baden und SchwabenAnne-Kathrin Bauer / Friedericke Godel
Kleine Köstlichkeiten aus Baden und Schwaben 

1. Auflage
ISBN 978-3-9813600-3-5  

Der Fortsetzungsband unserer beiden beliebten Bücher über die badische und schwäbische Küche.
Wieder haben sich die waschechte Schwäbin Anne-Kathrin Bauer und die Vollblut-Badnerin Friedericke Godel zusammengetan, um ihre Lieblingsrezepte aus ihren Heimatregionen vorzustellen. Diesmal geht es rund um kleine Köstlichkeiten. Und so präsentieren die Autorinnen nicht nur leckeres süßes Kleingebäck, Kekse und Plätzchen, Pralinen und Konfekt. Natürlich darf auch pikantes Kleingebäck nicht fehlen. Darüber hinaus geben die Autorinnen hilfreiche Zubereitungstipps, die sie in kleine amüsante Geschichten rund um das badisch-schwäbische Hausfrauen-Duo Hildegard und Elsbeth verpacken.
Kleine Köstlichkeiten aus Baden und Schwaben – eine „kulinarische Liaison“ der beiden Regionen, die zwar seit 60 Jahren im Bundesland Baden-Württemberg vereint sind, die aber auch noch heute nicht nur freundschaftlich verbunden sind und eine gesunde Rivalität pflegen.
Ob Schwäbische Spitzbuben oder Badische Scherben, ob Käsefüßle, Schneckennudeln oder Rumkugeln – in diesem Buch kommen nicht nur leidenschaftliche Süßschnäbel auf ihre Kosten! 

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Rezeptkategorien

Zum Aus-der-Hand-Essen: Allerlei Teilchen
Die feinen Kleinen: Törtchen und Cremeschnitten
Genuss über das ganze Jahr: Kekse und Teegebäck
Süße Verführungen: Pralinen und Konfekt
Köstlichkeiten für den Weihnachtsteller: Backen zu Weihnachten
Genüsse für das Osternest: Backen zu Ostern
Zur Abwechslung mal was Salziges: Pikantes Gebäck


Leseprobe

Auszug aus „Hildegard und Elsbeth: Das Schokoladen-Problem“:

An einem Tag im Advent begab es sich, dass sich Hildegard und Elsbeth in Hildegards Küche trafen, um Weihnachtsplätzchen zu backen. Dieses Mal sollten es nicht nur die Plätzchen für die Familie und die Verwandtschaft sein – nein, die beiden Damen hatten sich etwas ganz Besonderes vorgenommen: Sie wollten ihre Plätzchen beim Adventsbasar verkaufen, dessen Erlös armen Waisenkindern in Afrika zugute kommen sollte.
Sie hatten nun bereits den ganzen Nachmittag in der Küche gestanden. Draußen schneite es leise vor sich hin und drinnen werkelten Hildegard und Elsbeth umher, was das Zeug hielt. Hildegard hatte bereits einen dicken Mehlfleck auf ihrer spitzen Nase sitzen und in Elsbeths Haaren, die ihr wirr und verschwitzt in die Stirn hingen, hatten sich Spuren vom Spitzbubenteig verfangen.
„Horch amol, Hildegard“, sagte Elsbeth, die gerade wieder ein Blech mit Ausstecherle aus dem Ofen holte, „mir müsset aber dia Gutsla bsonders schee verziara, damit dia arme Kender en Afrika au bsonders viel Geld kriaged. Hasch du iberhaupt ebbes zum Verziara do?“
„Was glabsch denn du?“, gab Hildegard zurück, „so verkalgt, wie du denksch, bin i noch lang net. I hab extra Zuckerperlen um Schoklad gekaft.“ Hildegard schüttelte den Kopf. Was dachte sich Elsbeth eigentlich? Natürlich hatte sie Zutaten zum Verzieren der Plätzchen gekauft!
„Isch jo recht, Hildegard“, antwortete Elsbeth etwas pikiert, „i han jo bloß gfrogt.“
„Do driwwe in de Schachtel isch alles drin“, meinte Hildegard, während sie die nächste Portion Plätzchenteig ausrollte. „Du kannsch scho mol ofange, den Schoklad zu schmelze. Des musch awer im Wasserbad mache!"
„I woiß, i ben jo au net bled“, antwortete Elsbeth knapp. Das war mal wieder typisch Hildegard. Als ob sie nicht selbst wusste, dass man Schokolade im Wasserbad erwärmt! Also setzte sie ein kleines Töpfchen mit Wasser auf den Herd, bröckelte die Schokolade in eine Kaffeetasse und stellte diese ins warme Wasser. Dann wandte sie sich wieder ihren Ausstecherle zu, die sie nun unbedingt vom heißen Blech auf ein Gitter zum Abkühlen geben musste.
„Um Himmels Wille, Elsbeth, was hasch en du do mit dem Schoklad gmacht?“, drang plötzlich Hildegards grelle Stimme an ihr Ohr. Rasch eilte sie zum Herd und erblickte die Misere: Die Schokolade hatte sich in einen unförmigen Klumpen verwandelt, der darüber hinaus noch mit einem unappetitlichen Grauschleier überzogen war!
„Du wirsch halt an billiga Schoklad kauft han“, was das erste, das Elsbeth einfiel.
„Noi, hawe net“, beharrte Hildegard und schüttelte den Kopf. Was dachte sich Elsbeth eigentlich? Sie hatte extra die Schokolade gekauft, für die ihr Lieblingskoch im Fernsehen immer Werbung machte. Die konnte doch nicht schlecht sein!

Die Autorinnen

Anne-Kathrin Bauer stammt aus einem kleinen Ort im Schwäbischen Wald. Die Liebe zum Kochen und Backen bekam sie von ihrer Mutter „in die Wiege gelegt“. In ihren Kochgewohnheiten beeinflusst wurde Anne-Kathrin Bauer auch von ihrer Großmutter, die nach dem Krieg als Heimatvertriebene aus Ungarn ins Schwabenland gekommen war. Von ihr hat sie so manches gelernt, das der schwäbischen Küche eigentlich fremd ist.

Friedericke Godel stammt aus einem Dorf in der Nähe von Bruchsal in Baden und ist geprägt von den Kochgepflogenheiten und Gerichten ihrer Mutter. Diese war während des Krieges und in der Zeit danach gezwungen, aus wenig viel zu zaubern, und hat daher wiederum von ihrer eigenen Mutter vieles übernommen. Diese musste als arme Frau mit vielen Kindern in einem kleinen Dorf täglich versuchen, den Hunger von ihrer Familie fern zu halten.

                           





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